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Gebärmutterhalskrebs - Schutz durch Impfung?
Wir wissen bereits seit längerer Zeit, dass die so genannten HPV-Viren eine entscheidende Rolle in der Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses spielen können. Aber auch Feigwarzen im Genitalbereich und seltenere Tumoren von Scheide und äußerem Genitalbereich können durch diese Viren ausgelöst werden.
HPV-Viren sind weit verbreitet, werden durch Haut- und Schleimhautkontakt übertragen, meistens aber durch den Geschlechtsverkehr. Kondome schützen nicht sicher, sie verringern lediglich das Infektionsrisiko.
Es gibt keine Risikogruppe!
Denn im Laufe eines Lebens erwerben bis zu 70% aller sexuell aktiven Frauen den Virus, davon heilen allerdings 80% folgenlos aus.
Bei 20% aber verbleibt der Virus chronisch und kann so zu den oben beschriebenen Veränderungen führen. In Abhängigkeit vom Virustyp liegt das Risiko in der Entwicklung von Feigwarzen (z.B. Typ 6 und 11) oder eines Karzinoms (z.B. Typ 16 und 18). Auch weitere Virustypen können beteiligt sein.
Ein neu entwickelter Impfstoff kann gegen die Virustypen 6, 11, 16 und 18 schützen! Die größte Sicherheit bietet die Impfung von jungen Mädchen ab 12 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr.
Wir erwarten weitere Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut, www.rki.de) und unserer Fachgesellschaft (www.dggg.de), inwiefern auch Frauen ohne HPV-Befund und diejenigen, die eine Infektion überwunden haben, von einer Impfung profitieren können.
Eine Einhaltung der Krebsvorsorge ist dennoch notwendig, da nicht gegen alle kritischen Virustypen geimpft werden kann.
Die Kosten werden bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren von den Krankenkassen übernommen, zunehmend auch bis zum 26. Lebensjahr. Wir bitten Sie, Ihre Krankenkasse zu kontaktieren.
Sprechen Sie uns an - wir sind immer für Sie da!